Top, die Wette gilt!

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Dänu formulierte es treffend: "Jetzt semmer baud 30gi, öber 30gi ond öber 40gi, do chönntsch doch meine, ergendeinisch esch fertig met so Gspäss". Was er damit meinte: Die fünf Vorstandsmitglieder der MG Gontenschwil in wilden Haar- und Schnauzperücken und ausgefallenen Kleidern an Bord einer Stretch-Limousine auf dem Weg nach Oberklum. Doch der Reihe nach:

Die MG Oberkulm hatte die Idee, sich mit einem Anlass im Stil der Fernsehsendung "Wetten dass...?" für die grosse Unterstützung der Bevölkerung anlässlich ihrer Uniformen- und Fahnenweihe vor drei Jahren (wo auch die MGG einen eigentlich schon aus dem Gedächtnis verbannten Auftritt hinlegte) zu bedanken. Und das Hauptelement von "Wetten dass...?" sind natürlich mehr oder weniger spektakuläre und originelle Wetten, nach welchen die MGO folglich zu Beginn des Jahres suchte. Nun war die MGG noch nie besonders spektakulär oder originell, aber wenn es darum geht, die Gunst des Publikums für uns zu gewinnen, sind wir Weltklasse. Genau in diese Richtung zielte denn auch unsere Wette. Wir behaupteten schlicht und einfach, dass unser Vorstand jenen der MG Oberkulm im Karaoke-Singen schlagen würde. Silvia, Ueli & Co. drückten sich jedoch mit fadenscheinigen Argumenten wie Zeitmangel vor der Herausforderung, so dass ab diesem Moment eigentlich schon feststand, dass die Oberkulmer verloren haben. Nichtsdestotrotz scheuten sich unsere wackeren Vorstände auch nicht, gegen drei unbekannte Gegner aus den Reihen der MGO anzutreten. Aus Zeitgründen überliessen Andrea und Hüendli zudem Hucki, Dänu und Didi das Feld (was, gemäss eigenen Aussagen, ganz aus Rücksicht auf die Zuhörer geschah). Nun wurde also eifrig nach passenden Songs gesucht und sogar bei Hüendli eine SingStar-Übungs-Session abgehalten - ganze zwei Tage vor dem Anlass, alles andere wäre nicht MGG-like. Dort wurde auch die Idee geboren, man könnte ja die ganz grosse Show abziehen und mit der Stretch-Limo aufkreuzen. Gesagt - getan: Das dicke Dankeschön geht an limousine-mieten.ch für die äusserst spontane Bereitstellung der Limousine.

Natürlich zog diese vor dem auf den Festbänken versammelten Publikum alle Blicke auf sich - spätestens, als der Chauffeur noch den roten Teppich ausrollte und erst einmal zwei Securities, ganz in schwarz, mit Sonnenbrille und Knopf im Ohr, die Lage abcheckten. Die Szene wiederholte sich auch am Apéro der geladenen Gäste, wo sich wohl jeder der Schwergewichte aus Politik, Showgeschäft und Sport fragte, was diese komisch angezogenen Gestalten mit den falschen Mähnen hier wohl verloren haben. An dieser Stelle grüssen wir unsere Wettpatin Sandra Rippstein, von den Gastgebern als "Tina Turner des Wiggertals" angekündigt, und ihren Partner Christoph ganz herzlich. Als Sängerin war sie wohl die einzige, welche für uns Paradiesvögel ansatzweise Verständnis hatte und voll an unseren Sieg glaubte. Wir hätten es nicht besser treffen können!

Schnitt: Nach einer Handvoll spannender Wetten und einem schlagartig über Oberkulm hereingebrochenen Gewitter galt es ernst für unsere Sangesbarden. Der Anfang machte Didi alias Wolfgang Petry (ganz originalgetreu mit Dutzenden Freundschaftsbändern, die Partnerin Cöne in beschwerlicher Handarbeit geknüpft hatte). Er spielte sein Showman-Talent voll aus und hatte spätestens beim Solo auf der aufblasbaren Gitarre das Publikum im Sack. Auch musikalisch, ganz unbestechlich bewertet von der Playstation, liess er Konkurrentin Sabrina hinter sich. Als nächstes war dann Hucki, pardon, Beppo Pohlmann, an der Reihe, die der nach eigener Aussage durch die pechschwarze Sonnenbrille den Text gar nicht sehen konnte. Macht nichts, SingStar bewertet nur Töne... leider waren aber auch diese nicht über alle Zweifel erhaben, so dass Kurt den Ausgleich für die Oberkulmer erzielen konnte. Nun lag es also an Dänu a.k.a. Michael Holm, um mit einem gefühlvoll geschmetterten "Mendocino" den glorreichen Sieg für die Gontenschwiler herauszuholen. Und er löste die Aufgabe mit Bravour, Konkurrentin Rosmarie hatte am Schluss nur halb so viele Punkte auf dem Konto.

Für den ganz grossen Sieg, den Titel des Wettkönigs, hat es leider doch nicht ganz gereicht. Dieser ging verdientermassen an die  spektakulärste und originellste Wette, jene der Tambouren Rued (Video). Zurück bleibt die Erinnerung an einen tollen Abend mit vielen Lachern und interessanten Begegnungen - und um ein Vielfaches besser, als sich die zeitgleich stattfindende letzte Wetten dass...?-Ausgabe des echten Thomas Gottschalk im Fernsehen anzuschauen. Vielen Dank, liebe MG Oberkulm, für diesen Anlass!

Übrigens, die MGO will die Heimniederlage nicht auf sich sitzen lassen, und hat uns anlässlich ihres Baumgartenfestes vom 14. August zu einer Revanche in Form eines "Spiels ohne Grenzen" aufgefordert. Wir treten selbstverständlich an und sind gespannt, was da kommen möge. Aber bitte, sorgt doch dafür, dass euch dieses Mal nicht das Bier ausgeht ;-p
PS: Leider wurde unser Vorschlag für die Platzwette nicht berücksichtigt: 20 Zetzbuer, die sagen, Gondischwiu sei super... das wäre auch unmöglich gewesen!

Weitere Bilder, Videos und Zeitungsberichte auf der Wetten-dass-Seite der MG Oberkulm.

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